KIB-Institut moderiert zum fünften Mal das Treffen der „Initiative Pflege – Region Weißwasser“

Bereits zum fünften Mal trafen sich diese Woche  Vertreter der Pflegebranche der Region Weißwasser innerhalb der „Initiative Pflege – Region Weißwasser“. Das Treffen findet, einem Rotationsprinzip folgend, in verschiedensten Räumlichkeiten statt. Darunter bisher das Brüderhaus der Diakonie in Rothenburg, die Turmvilla in Bad Muskau, das Krankenhaus Weißwasser sowie das Heil- und Pflegezentrum in Rietschen. Die Motivation der ersten Treffen war es, sich mit den Mitbewerbern am Pflegemarkt über faire Wettbewerbsbedingungen auszutauschen und zu verständigen. Im Laufe der letzten Veranstaltungen stellte sich jedoch heraus, dass die Pflegeunternehmen in der Region Weißwasser viel mehr verbindet als nur der Wunsch nach einem fairen Wettbewerb. Die Teilnehmer stellten fest, dass sich Themen wie der Ärzte-, Fachkräfte- und Pflegekräftemangel, die ständige Verbesserung der Ausbildungsqualität sowie die Gewinnung und Bindung von Fachkräften in der Region Weißwasser am besten gemeinsam besprechen und lösen lassen. Darüber hinaus sind sich die Teilnehmer einig, dass es einer regionalen Interessensvertretung für die Pflege bedarf, die als Netzwerk auftritt, gleichzeitig aber auch als Ansprechpartner für Politik und Öffentlichkeit funktioniert.  Nur so könne man den zukünftigen Herausforderungen der Branche entgegentreten und gemeinsam auf Augenhöhe Lösungen erarbeiten.

Die Initiative hat aus diesem Grund die folgende Agenda von Zielen erarbeitet:

  1. Erarbeitung und Durchführung von Maßnahmen, die dem zukünftigen Mangel an qualifizierten Pflegekräften und Auszubildenden entgegenwirken
  2. Unterstützung und Hilfe bei der Erarbeitung und Durchführung von Maßnahmen, die dem Ärztemangel entgegenwirken
  3. Ausbau und Verbesserung von Rahmenbedingungen (theoretisch und praktisch) für Auszubildende
  4. Erarbeitung und Durchführung von Maßnahmen, die das Image der Pflege in der Öffentlichkeit verbessern
  5. Öffentliche Wahrnehmung der Initiative als Repräsentant für die Pflege in der Region Weißwasser
  6. Definition von gemeinsamen, einheitlichen und fairen Wettbewerbsbedingungen
  7. Interdisziplinärer und fachlicher Austausch

Neben Frau Brauner und Frau Zehm (ambulanter Pflegedienst Zehm & Brauner GbR), Herrn Kunze und Frau Droigk (Familienunternehmen Kunze GmbH), Herrn Reuter (Landkreis Görlitz/Sozialdezernat), Herrn Krause (Managementgesellschaft Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz mbH), Frau Schuster und Herrn Medak (Martinshof Rothenburg Diakoniewerk), sind auch Frau Spretz sr. und Frau Spretz jr. (Mobile Hauskrankenpflege Jeanett Spretz) Teil der Diskussionsrunden.

Das Institut für Kommunikation Information und Bildung freut sich sehr, die Entstehung der „Initiative Pflege – Region Weißwasser“ mit einem Moderator (Johannes Marquard) unterstützen zu können.

Warum ist gute Kommunikation für Organisationen im Wandel wichtig?

Die Welt unserer Organisationen ist im Wandel. Die „alten Zeiten“ mit langen Karrieren in ein und der selben Organisation sind einer Zeit schnellerer und komplexerer Entwicklungen gewichen. Wir machen mehr in kürzerer Zeit, interne Abläufe beschleunigen sich, Innovationszyklen werden kürzer – und wir haben höhere Erwartungen an die Produkte, die wir kaufen, und an die Schnelligkeit von Dienstleistungen. Wir tragen Konzepte wie „Kundenorientierung“ oder „Controlling“ mit dem Ziel der Optimierung in alle möglichen Winkel unserer Welt – auch dahin, wo sie womöglich gar nicht passen. So kann nach wie vor niemand erklären, wie Geldfluss und Leistung in einem Krankenhaus sinnvoll messbar zusammengebracht werden können, und es bleibt eine unbeantwortete Frage, wie genau sich der Konflikt zwischen dem Legalitätsprinzip, an das die öffentliche Verwaltung gebunden ist, und der von vielen Reformern immer wieder geforderten Kundenorientierung wirklich lösen lässt.

Wenn Entwicklungen und Abläufe komplexer werden, dann gehen damit intensivere Abstimmungen zwischen den beteiligten Fach- und Führungskräften einher. Sie müssen öfter kommunizieren, und es kommt zu einem fraglichen Zeitpunkt immer mehr auf die richtigen Informationen an der notwendigen Stelle an. Wenn die gewünschten Ergebnisse nicht erreicht werden, liegt es in der Mehrzahl der Fälle nicht an der möglicherweise fehlenden Fachkompetenz der Beteiligten, sondern an fehlenden Informationen, halbherziger Kommunikation oder schlechten Beziehungen zwischen den Beteiligten.

An dieser Stelle sieht nicht nur die Forschung einen Bedarf zur Verbesserung von Kommunikation und Information, sondern auch die Praxis. Hier setzt das KIB-Institut an. Wir helfen unseren Partnern, die Frage nach der Verbesserung der Kommunikation zu beantworten – und zwar im jeweils spezifischen Fall. Dabei kommt es nicht auf die Anwendung genereller Modelle an, sondern auf die sorgfältige Analyse des Problems mit den Beteiligten und konkrete Schritte vor Ort. Es hilft nichts, über gute Kommunikation zu reden, gute Kommunikation muss man machen.

Wie das geht, ist Thema unserer Weiterbildungen und Trainings, welche Themen das u.a. sein können, sehen Sie hier.

Als Berater und Moderatoren helfen wir bei konkreten Veränderungsvorhaben vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltung.

Mitglieder und Vorstände des KIB-Instituts sind darüber hinaus als Lehrbeauftragte für kommunikations- und organisationspsychologische Fächer an der Hochschule Zittau/Görlitz, am Internationalen Hochschulinstitut in Zittau (TU Dresden), an der Dresden International University sowie an weiteren Hochschulen und Universitäten tätig.